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Zehn häufige Fragen der Psychologen und die richtigen Antworten
Wann sind Sie
zum ersten Mal negativ im Straßenverkehr aufgefallen?
Hier sollten
die Daten präsent sein, als Zeichen dafür, dass ich mich mit der
Problematik auseinandergesetzt habe, meine Charakterschwächen
deutlich erkannt habe, und eine persönliche Vermeidungsstrategie
entwickelt habe.
Seit wann sind
Sie im Besitz eines Führerscheines?
Auf diese
Frage sollte jeder vorbereitet sein. Hier wird nicht nur nach
der Verkehrserfahrung gefragt, sondern am Antwortverhalten wird
erkennbar, wie sehr Sie sich mit der jetzt abzuhandelnden
Problematik befasst haben. Also bitte nicht zu lange überlegen!
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Unser Programm informiert
Sie über alle wichtigen Schritte bis zur MPU. Es hilft es bei den Fragebögen, bei den Tests
und bei der Vorbereitung auf die Fragen der Psychologen.
Beispiel: Der
Linienfolgetest

Bei dem Linienfolgetest
findet sich über einer der 9 Linien ein umgekehrtes T.
Man muss angeben, bei welcher Ziffer diese Linie endet.
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Wie viele km
haben Sie insgesamt aktiv am Straßenverkehr teilgenommen?
Auch hier wird
nicht nur nach der Verkehrserfahrung gefragt, sondern am
Antwortverhalten wird abgelesen, wie sehr Sie in die Problematik
eingestiegen sind. Warum sonst wird im (negativen) Gutachten
festgehalten: „Nachvollziehbare Angaben zur Fahrleistung waren
ihm nicht möglich".
Übrigens: Ob
Ihre Antwort richtig ist, kann niemand kontrollieren.
Wie viele km
haben Sie den letzten 12 Monaten vor dem Führerscheinentzug etwa
zurückgelegt?
Hier gilt das
zuvor Gesagte.
Achtung: Wer hier argumentiert, weil ich soviel fahre, ist die
Chance, erwischt zu werden, auch viel größer als bei einem
Sonntagsfahrer, hat wohl schon verloren. Es gilt der Grundsatz,
wer viel fährt, gefährdet seine Mitmenschen auch mehr als der
Sonntagsfahrer.
Sind Sie
verheiratet und haben Sie Kinder?
Ein stabiler
Familienstand wird immer positiv bewertet.
Anstatt einer Familie kann es auch die Freundin sein, wichtig
ist eine feste Bindung - auch nach der Scheidung. Sie sollen
keine Märchen erzählen, aber Sie können Ihre Geschichte so
darstellen, dass ein Außenstehender Fortschritte in Richtung
suchtfreies Leben erkennt:
Meine Familie unterstützt mich, es gibt in unserem Haushalt
keinen Alkohol mehr.
Was glauben
Sie, warum hat die Behörde Bedenken an Ihrer Eignung zum Führen
von Kraftfahrzeugen?
Bitte sagen
Sie nicht: „Weil ich einen Riesenfehler gemacht habe und unter
Alkohol gefahren bin." Ihnen glaubt keiner, dass das ein
einmaliger Fehler war, dass Sie nur einmal mit 1,6 Promille
gefahren sind.
Sagen Sie die
brutale Wahrheit: Weil ich ein Problem habe, weil ich
alkoholsüchtig bin!
Haben Sie im
Laufe der Zeit Ihre Alkoholmenge gesteigert, um die gleiche
Wirkung zu erzielen?
Natürlich,
alles andere wäre unschlüssig.
Sind aufgrund des Alkoholkonsums Filmrisse aufgetreten, d.h. ist
es nach übermäßigem Alkoholkonsum dazu gekommen, dass Ihnen
Teile des Abends, an dem Sie übermäßig getrunken haben, in der
Erinnerung fehlen?
Filmrisse sind
gefährlich. Wenn sie bejaht werden, muss von einem Alkoholexzess
ausgegangen werden. Dann hilft nur noch absolute Abstinenz!
Ab welcher
Trinkmenge nehmen Sie heute eine Alkoholwirkung wahr?
Die beste Antwort lautet:
Seit Mai vorigen Jahres habe ich nichts mehr getrunken (genaues
Datum angeben, das unterstreicht die Bedeutung, die Sie dem
Vorgang beimessen).
Was Sie sagen, sollte auch stimmen, denn man erkennt die
Wahrheit an den Blutbildwerten.
Ist Ihnen der Verzicht auf Alkohol leicht gefallen?
Wer das uneingeschränkt bejaht, der lügt!
Besser: "Am Anfang nicht, denn es war mit Entzugserscheinungen
wie Hitzewallung, Zittern und Schlafstörungen verbunden.
Insgesamt ist der Entzugsprozess eine starke psychische und auch
soziale Herausforderung. Ein gutes Beispiel:
„Die ersten 8
Tage habe ich schlecht geschlafen, weil ich ja praktisch abends
das Bier zum Einschlafen getrunken habe." Es sei schwierig
gewesen, auf den Alkohol zu verzichten. „Ich musste schon öfters
dran denken". Er habe dann auch die Kontakte zu den ehemaligen
Saufkumpanen abgebrochen. Das habe sich auch teilweise selber
erledigt, weil einige nicht akzeptiert hätten, dass er nichts
mehr trinke. Auch habe er festgestellt, dass es bei denen nur um
den Alkoholkonsum ging.
(Die Fragen
und Antworten wurden der CD: "Keine Angst vor der MPU 2009" entnommen.)
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